15.03.2023 | Neues Kompetenzzentrum für Gräfliche Kliniken

Neues Kompetenzzentrum für Gräfliche Kliniken

Die Marcus Klinik erhält ein neues Reha-Kompetenzzentrum Neurologie

Bad Driburg. Bis Ende April 2023 soll ein neues Kompetenzzentrum Neurologie für die Gräflichen Kliniken Bad Driburg am Standort Marcus Klinik entstehen. Die neue neurologische Doppelstation auf einer Fläche von rund 1.660 m² wird 14x1-Bett Zimmer und 12x2-Bett Zimmer sowie neue Therapieräume, Multifunktionsräume und einen Speiseraum für nicht mobile Patienten beherbergen. „Wir investieren dafür 3,2 Millionen Euro in den Gesundheitsstandort Bad Driburg“, erklärt Marko Schwartz, Geschäftsführer der Gräflichen Kliniken Bad Driburg. „Mit der neuen Neurologie schaffen wir für Patienten und Mitarbeitende gleichermaßen eine deutliche Qualitätsverbesserung der Rahmenbedingungen und investieren als privater Anbieter in die Zukunftssicherung der Klinik.“ Nicht zuletzt erhofft man sich mit einer modernen Neurologie auch eine erleichterte Fachkräftegewinnung für die Gräflichen Kliniken.

 

Erweiterung der Kapazitäten

Als Teil des Verbunds der Gräflichen Kliniken kann die Marcus Klinik in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. 1983 eröffnet, bietet die Reha-Klinik mit über 300 Betten die Indikationen Neurologie und Orthopädie an. Die neue Neurologie entsteht derzeit im hinteren Teil der Marcus Klinik im Erdgeschoss. Über 2.400 PatientInnen wurden bisher jährlich in der neurologischen Reha der Marcus Klinik betreut. Die Krankheitsbilder reichen vom Schlaganfall über Erkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose oder neurologische Störungen nach Tumoren. Chefarzt Dr. Manfred Mühlenberg sieht in der Erweiterung der Kapazitäten große Vorteile. „Vor allem in der Phase C können wir die Bettenkapazitäten für schwerbetroffene Patienten ausbauen und verfügen dann über zusätzliche 14 Einzelzimmer“, so der Chefarzt. „Außerdem werden Betten mit einem medizinischen Monitoring sowie einer Sauerstoffversorgung ausgestattet und Therapien können dezentral auf der Station in den neu geschaffenen Therapieräumen erfolgen.“

 

Baustein im Restrukturierungsprozess der Gräflichen Kliniken Bad Driburg

„Das neue Kompetenzzentrum Neurologie ist ein wesentlicher Baustein im Rahmen der Restrukturierung der Gräflichen Kliniken Bad Driburg“, erklärt Geschäftsführer Schwartz. Die Baumaßnahmen seien auch eine Reaktion auf den gestiegenen Bedarf der Versorgung von schwerstbetroffenen Patienten in NRW. Damit gingen die Gräflichen Kliniken Bad Driburg in „Vorleistung“.  „Langfristiges Ziel ist es, die Neurologie auf einen Krankenhausstandard zur Durchführung der neurologischen Frührehabilitation umzubauen“, sagt Schwartz und betont, dass die Maßnahmen gänzlich aus Eigenmitteln ohne staatliche Fördermittel bestritten werden müssten, da über den bereits im Jahr 2014 gestellten Antrag auf Aufnahme in den Krankenhausplan NRW mit 48 Betten neurologische Frührehabilitation (Phase B) bis heute durch das Land NRW nicht entschieden wurde.

Begonnen hatte der Umstrukturierungsprozess der Gräflichen Kliniken Bad Driburg mit der Integration der Caspar Heinrich Klinik in die Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff (UGOS) nach einer erfolgreichen Planinsolvenz in Eigenverwaltung 2022. Darauf folgte eine Zentralisierung der Gräflichen Kliniken Bad Driburg, um Synergiepotenziale optimal zu nutzen und die klinikübergreifende Zusammenarbeit der drei Standorte Caspar Heinrich Klinik, Marcus Klinik und Park Klinik zu stärken. „Ziel ist es, die Gräflichen Kliniken zu Leuchttürmen der Region zu entwickeln“, so Schwartz. „Davon wird auch der Gesundheitsstandort Bad Driburg profitieren.“

Zur Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff

Zur Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff (UGOS) gehören die Geschäftsbereiche „Gräflicher Park Health & Balance Resort“, die Gräflichen Kliniken mit insgesamt vier Rehabilitationseinrichtungen und die Bad Driburger Naturparkquellen.

Zum Verbund der Gräflichen Kliniken gehören die Caspar Heinrich Klinik, die Marcus Klinik, die Park Klinik (Bad Driburg/NRW) und die Moritz Klinik (Bad Klosterlausnitz/Thüringen).

Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt rund 1.500 Mitarbeitende und zählt zu den größten Arbeitgebern im Kreis Höxter.

 

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